Belichtung!

Was gibt es zu Beachten…

Als wichtigstes was es meiner Meinung nach zu Beachten gibt ist wohl der Ausspruch…
Weiß = Böse

Außer es ist gewollt!
Was genau ist gemeint? — Weiß zieht das Auge des Betrachters automatisch an! z.B. bei einem Hochzeitsfoto mit Brautpaar schaut man zwangsläufig als erstes auf die Braut, wenn diese ein (eigentlich Üblich) Weißes Kleid trägt und das Foto ansonsten eher Dunkel gehalten ist (im Verhältnis). Ist der Himmel mit auf dem Foto und mehr weiß als Strukturiert und Blau dann schaut man unweigerlich zuerst dort hin bevor man sich dem Brautpaar widmet.

Aus diesem Grund wird bei Dunklen Lokations meist auch das Abzulichtende Objekt mit einem Blitz aufgehellt um die Blickrichtung des Betrachters bewusst auf das Objekt/das Model zu lenken.

Die einzelnen Lichtrichtungen:

(1) Mitlicht
(2) Gegenlicht
(3) Seitenlicht – rechts oder links

 

 

 

Mitlicht = Licht im Rücken
Seitenlicht = Licht von Rechts oder Links
Gegenlicht = Licht von vorne

  • Wenn man Mitlicht Fotografiert erzeugt dies eine “Flache” Ausleuchtung des Objektes wodurch sich je nach Objekt weniger Konturen auf dem Objekt ergeben.
  • Beim Seitenlicht ergibt sich auf der Seite von der das Licht auf das Objekt scheint eine helle Ausleuchtung und auf der gegenüber liegenden Seite ein Schatten bereich. Je nach gesamt Ausleuchtung kann der Schatten bereich dann bis ins Schwarz Abfallen. Beispiel: Ein Baumstamm der seitlich von der Tiefstehenden Sonne angestrahlt wird. Steht der Baum einzeln, wird die Schatten Seite noch relativ gut Ausgeleuchtet (Umgebungs Licht). Steht der Baum am Waldrand oder etwas mehr drin kann es je nach dichte des Waldes sein das der Schatten bereich ins Schwarz abtaucht.
  • Beim Gegenlicht ist die Lichtquelle direkt von der Linse und bildet zusammen mit dem Objekt einen guten Kontrast. Wenn man das Gegenlicht so einsetzt das es nicht direkt ins Objektiv fällt lassen sich sehr gute Lichtstimmungen erzeugen und Kontrastreiche Fotos machen.

 

Zum Überprüfen des oder der Fotos kann man gerne das Histogramm hinzuziehen. Jedoch sollte man in der Anfangszeit dem Histogramm nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken. Die gemachten Fotos sollten über den gesamten Bereich des Histogramms gehen um ein Ausgewogenes Foto zu haben (außer es ist anders gewollt).
Beim Histogramm liegen die Hellen Bereiche des Fotos auf der Rechten und die Dunklen Bereiche des Fotos auf der Linken Seite.

Im folgenden ein paar kleine Übungen. Für die Übungen wird aber der Kamera Modus von P auf A gewechselt.
Der A Modus (Aperture) ist der BlendenPrioritäts Modus, in dem die Blende von uns vorgegeben wird und die Kamera die ISO und Belichtungszeit von selbst wählt.

Die Übung:

  • Im A Modus halbautomatisch fotografieren
  • kleinstmögliche Blendenzahl wählen
  • weiß benutzen um den Blick auf das Motiv zu lenken

 

Copyright © 2018 Sascha Aretz
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